Monatsspruch November

Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen! Jesaja 5,20

Gedanken zum Monatsspruch 

Im Sommer war ich, mit dem Stadtplan in der Hand, in einer mir bis dahin fremden Stadt unterwegs. Wo bin ich jetzt? In welcher Richtung liegt das Ziel und wie komme ich dahin? Das sind die Fragen, die man da an Hand der Karte beantworten muss. Damit das gelingt ist der erste Schritt: die Karte einnorden, also richtig herum anschauen. Wenn kein Kompass vorhanden ist, reicht mir auch schon der Sonnenstand verbunden mit der Uhrzeit um zu wissen, wo Süden und Norden ist. Wenn dieser erste Schritt nicht gelingt, werde ich in die falsche Richtung loslaufen und natürlich nicht am Ziel ankommen. Was ist die Norm für mein Leben? Wonach richte ich mich aus? Wenn das nicht gelingt, geht natürlich vieles im Leben quer. Da ist die Karte ganz einfach verdreht. Zur Zeit des Jesaja war vieles durcheinander. Im Monatsspruch muss der Prophet im Namen Gottes die Missstände im Volk ansprechen. Wer sich nach falschen Werten ausrichtet, verdreht natürlich die Wahrheit. Richtig und falsch wird umgekehrt. Wahrheit wird zur Lüge. Wo kommt das her? Vom Vater der Lüge und Meister des Verdrehens. Der Böse hat schon im Paradies in Gestalt der Schlange sein Unwesen getrieben. Mit dem: Sollte Gott gesagt haben…? wurde die göttliche Wahrheit in Frage gestellt. In unserer Zeit erleben wir es zunehmend, dass die Wirklichkeit nach persönlichen Vorlieben interpretiert wird. Was nicht passt, wird eben so lange schöngeredet bis es passend gemacht ist. Und die Großen dieser Welt nennen dann die Lüge alternative Fakten, den Krieg Spezialoperation und das ungehemmte Schuldenmachen Sondervermögen. Ganz schön verdreht. Es wird Zeit, dass die Weltkarte wieder eingenordet wird, ausgerichtet auf den wiederkommenden Herrn.

Einen gesegneten Monat November wünscht Andreas.